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(das obere Bild zeigt die Urdenbacher Kämpe im Düsseldorfer Süden bei Hochwasser)

Teilnehmer am Europakönisschießen in Peine/Nds

Am vergangenen Wochenende hatte ich die einmalige Möglichkeit aktiv am Europaschützenfest und damit verbunden am Schießen um den Europakönig in Peine bei Hannover teilzunehmen. Die Anreise war leider kein Zuckerschlecken und wir benötigten für die 340km immerhin fast 6 Stunden. Dann aber ging es am Samstagmorgen zur Anmeldung nach Peine! Beeindruckend hier schon der Anblick der 18 über 10m hohen Schießstände die dort in Reihe aufgestellt waren. Davor befanden sich die Aufenthaltsbereiche der Teilnehmer. In jedem Bereich sollten beim Schießen zwischen 40 und 45 Teilnehmer stehen. Aufgeteilt nach den unterschiedlichen Regionen wurden dann die Stände verteilt. Ich musste an Stand 3 und hatte die Schießnummer 18. Um 12.00Uhr ging es los! Geschossen wurde auf eine Holzeule ( die Eule ist das Wahrzeichen der Stadt Peine. Der Kettensägen-Künstler Clemens Mahlers aus Edemissen hatte insgesamt 18 Holzeulen für die Wettbewerbe geliefert) auf einer Holzlatte die noch zusätzlich mit einem Seil am Kugelfang gesichert war. Jeder erfolgreiche Teilnehmer der die Latte durchtrennte konnte die Eule schon mal als seinen Gewinn behalten. Die Eulen waren nach dem Schießen unversehrt!
Sowohl der erfolgreiche Schütze als auch die 2 vor und die 2 nach ihm kamen in den Entscheidungskampf. Wir am Stand 3 benötigten am längsten zwischen der ersten Eule (Jugend) und unserer Eula lag locker eine Stunde. Wir schossen 5 Durchgänge und der Schütze mit der Schießnummer 10 holte die Eule von der Stange, also leider 8 Schützen zu früh! Aber der olympische Gedanke „Teilnehmen“ war dieses besondere Erlebnis wert. 
Während dem Schießen und auch anschließend hatte man immer wieder die Möglichkeit interessante Gespräche mit anderen Schützen aller Nationen zu führen. In unserem Hotel waren schon Schützen aus Polen untergebracht.

Ebenfalls ein ganz besonderes Highlight war die am Abend stattfindende Krönungsmesse in der ev. Stadtkirche von Peine. In einer ergreifenden ökumenischen Messfeier wurden die Insignien der neuen Könige und Prinzen gewechselt. Eine tolle Predigt des Hannoveraner Landesbischof und das Abschlussstück „Ode an die Freude“ waren dann das großartige Ende dieser Messfeier. Anschließend zog der Tross der anwesenden durch die Innenstadt von Peine zum Festplatz auf dem ein Zelt für mindestens 2.500 Schützen mit angrenzendem Festgelände vorhanden war. Dort wurde dann ein schöner musikalischer Abend mit vielen Gesprächen verbracht!

Sonntag hatten wir dann die Möglichkeit einen riesen Umzug von über 15.000 Schützen aus Polen, Ungarn, Tschechien, Ukraine, Österreich, Belgien, Frankreich, Niederlande, Deutschland , Schweden, Dänemark zu sehen. Eine ganz tolle Sache!

In 3 Jahren findet das nächste Europaschützenfest in Leudal in den Niederlanden statt. Ich bin hoffentlich wieder dabei (wenn auch ohne Schießmöglichkeit) und freue mich heute schon wenn ich es schaffe viele Schützenschwestern und –brüder zu bewegen an diesem Tollen Fest mit teilzunehmen. Jetzt aber möchte ich mich ganz besonders bei Frank Mörseburg unserem Schriftführer und Schützenfreund bedanken, der  meine Frau und mich zu diesem Ereignis begleitet hat und alles Tage mit uns verbracht hat. Ebenfalls möchte ich mich bei Kreis der Ritter des heiligen Sebastianus aus Langenfeld, Klaus Klinkers (Bezirksbundesmeister), Alois Theissen (Ehrenbrudermeister Reusrath) und Heinz Martin Patten (Ehrenbrudermeister Richrath) sowie ihren Ehefrauen bedanken die ebenfalls viele gemütliche und interessante Stunden mit uns verbracht haben.